Edith Erbrich kämpft mit Worten gegen das Vergessen

Datum
24.7.2023 15:00
Ort
Quartierstreff Startpunkt, Westendstraße 53

Die Langener Zeitzeugin und Holocaustüberlebende Edith Erbrich spricht seit Jahren immer wieder öffentlich vor ganz unterschiedlichen Menschen und erzählt aus ihrer Biographie – von sehr persönlichen und schmerzhaften Erfahrungen und Erinnerungen als Kind an eine Zeit, in der kein Platz für sie war, an dem sie ausgegrenzt und verfolgt wurde. Trotzdem hat sie „das Lachen nicht verlernt“, wie sie selbst sagt und wie der Titel ihrer Sammlung biographischer Erzählungen heißt.

Am Montag, 24. Juli, von 15 bis 17 Uhr, möchten wir zu einem Gespräch mit dieser starken Frau, die auch mit 85 Jahren völlig klar, zielstrebig und selbstbewusst ihren Weg geht und die von der Brutalität, die sie in ihrer frühen Kindheit erfahren musste, nicht gebrochen werden konnte, in den Quartierstreff Startpunkt an der Westendstraße 53 einladen. Auch weil sie weiß, dass viele noch weniger Glück hatten als sie und nicht lebendig aus den Fängen der Nationalsozialisten zurückkehren konnten in ein Leben danach, möchte sie nachfolgende Generationen sensibilisieren und aufrütteln.

Denn wenn offenkundig rechtsextreme Narrative von großen Teilen der Bevölkerung wählbares Programm sind, moderne Formen des Antisemitismus als importiert abgetan werden, aber in breiten Gesellschaftsschichten virulent sind und selbst im öffentlichen Raum wieder Hakenkreuze geschmiert werden, ist es unabdingbar sich intensiver mit gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen zu befassen, die das gestern wie heute bedingen. Die Partnerschaft für Demokratie „Vielfalt in Langen“, der AWO Ortsverband Langen und das Begegnungszentrum Haltestelle möchten mit der Kooperationsveranstaltung zum Nachdenken darüber anregen, welche Lektionen wir als Gesellschaft ziehen müssen, um einem „Nie Wieder!“ auch wirklich gerecht zu werden. Damit können wir zwar das, was Edith Erbrich und all jene, die während des Nationalsozialismus geächtet, verfolgt und ermordet wurden, erfahren mussten, nicht rückgängig machen, aber eine Zukunft schaffen, in der Antisemitismus und weitere Formen des Menschenhasses keinen Platz mehr haben.

Zur besseren Planung wird um eine Anmeldung zur Veranstaltung bis zum Mittwoch, dem 19. Juli 2023 per E-Mail an demokratieleben [at] langen.de (demokratieleben[at]langen[dot]de) oder telefonisch unter 06074/ 4828808 gebeten.

Teilnahme-Anmeldungen nicht möglich!